SUCHE
HOME KONTAKT

 

Nachrüstung einer Warnblinkanlage bei Positiver Karosse

 

Der deutsche Gesetzgeber schreibt zwingend eine Warnvorrichtung am Fahrzeug vor. Das betrifft neue Fahrzeuge genauso wie reimportierte oder eingeführte KFZ. Selbst bei bei betagten Kraftwagen, ein sogenannter Oldtimer,  sieht der Prüfer genauer hin und fordert die Warnblinkanlage ein.

 

Es gibt fertige Bauteile zu kaufen, meist zu einem vergleichsweise hohen Preis. Wer diese Kosten scheut, aber Bastlerblut in den Adern hat sollte eine eigene Schaltung nicht schwer fallen. Die einfache Warnblinkanlage bei einem KFZ mit "normaler" elektrischer Schaltung, Minus an Karosserie, nachzurüsten ist ohne weiteres machbar. Wenn dann aber das Fahrzeug einen "Postive Ground", also die Plusleitung an Karosserie hat, beginnt das Verzweifeln.

Es gab schon einige Hersteller in der Vergangenheit die diese Bauweise verwendeten. So taten dies gern die Tschechen mit ihren SKODA. Allerdings mit 12 Volt Bordnetz. Oder eben mit 6Volt ohne Warnblinkanlage. Als es noch 6V und "Postiv Ground" in den Fahrzeugen gab, dachte man noch nicht an eine Warnblinkanlage. Deshalb wird eine Nachrüstung zu einem Abenteuer.

 

Hier zunächst einmal die Originale Schaltung wenn die Karosse Minus führt:

 

 
 

 

Baut man jetzt einfach diesem Schaltplan nach, kann man das einfache noch erhältliche elektronische Relais 6Volt nehmen. Da aber das Relais für die Bauart Pluspol an Karosserie nicht mehr hergestellt wird, bleibt nur ein etwas komplizierter Schritt. Alle noch zu kaufenden Bauteile müssen so geklemmt werden, dass ein funktionierender Warnblinker entsteht. Dazu benötigt man:

  • ein elektronisches Warnblinkrelais 6Volt
  • ein normales Relais 6Volt
  • Kabelschienen für ca. 10 Anschlüsse um die Masse anzuklemmen
  • diverse Steckverbindungen, Kabelschuhe
  • 3 Farben je etwa 2Meter KFZ Kabel mindestens mit 1,5qmm, idealer 2,5qmm
  • einen Kombischalter mit zwei gebrückten, also gleichzeitig arbeitenden Schaltern, ideal z.B.aus aus alten Beständen der DDR Produktion für ROBUR, Trabant, Wartburg etc.
  • diverse Blinklichter mit Prüfzeichen z.B. von Motorrädern 
  • wenn nicht schon vorhanden und entsprechende Längen Verlegekabel

 

Das ganze sieht dann als Schaltplan so aus. Zugegeben nicht die eleganteste Form, aber funktioniert und es ist preiswert:

 
 

Variante 2: Einen Schalter für Postive Ground aus Amerika oder Japan bestellen. Kostenpunkt etwa 80 EURO plus Versand und Risiko,plus Kreditkartekosten. Das ganze sieht dann vom Optischen nicht sehr schön aus weil es ein Multischalter ist.