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Der Stern an einem Unfallwagen ist Verboten


Erleidet ein Fahrzeug einen schweren Unfall und wird dabei wesentlich an seiner Struktur beschädigt, dann zeigt sich welche Wirkung ein perfekter Insassenschutz hat. Doch wird ein Unfallwagen wieder aufgebaut, ist das Anbringen des Markenzeichens verboten.

Die Verwendung der  sogenannten Herstellerkennzeichen bei Unfallautos untersagte der Bundesgerichtshof (BGH) in einer Entscheidung (Aktenzeichen ZR 198/88). Selbst wenn die Karosserie des Fahrzeuges mit originalen Ersatzteilen wieder aufgebaut und instand gesetzt wird, entspricht der Wagen nicht der Eigenart des ursprünglichen Erzeugnisses. Ein Mercedes ist also dann kein Mercedes mehr und die Verwendung des Sterns als Markenzeichen ist für dieses Fahrzeug nach einer Klage des Stuttgarter Autokonzernes höchstrichterlich untersagt.
Nach Auffassung des Gerichtes kommt es nicht auf die qualitative Gleichwertigkeit eines neuen und des reparierten Fahrzeuges an. Durch die Reparatur des Unfallautos verändert sich jedoch die ursprüngliche Eigenschaft eines Neuwagens und das Zeichenrecht des Markeninhabers wird verletzt. Wenn man eine Marke unmittelbar an der „Ware“ anbringt, dann entkräftet man die ursprüngliche Kennzeichnungs- und Gewährwirkung unzulässig. Die Erkennbarkeit des Zustandes eines reparierten Unfallautos ist nicht ausreichend gesichert.


In dem länger zurück liegenden Fall verhandelte der BGH eine Klage von Mercedes,  bei der Mercedes die Arbeit einer  Unfallwerksatt als nicht „Markengerecht“ ansah. Trotz der Verwendung von originalen Ersatzteilen war es notwendig, den Austausch der für die Fahrgastzelle sicherheitsrelevanten Bauteile vorzunehmen.
Diese Rechtsprechung hat auch Auswirkungen auf andere Automarken was auch die Verwendung anderen Markenkennzeichen an Unfallwagen untersagt.