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Die Einflüsse auf das Kraftfahrzeug sind oft schwer zu begreifen. Spätestens wenn man das beschreiben soll was ein das Fahrzeug tut, wird es schwer. Hier eine kleine Übersicht:

 

Begrifferklärungen:

 

Schleudern/Gieren
Das Fahrzeug bewegt sich in einer Drehung um die Hochachse und weicht damit von der gewollten Fahrtrichtung ab. Ursachen können sein: unterschiedliche Fahrbahnverhältnisse beeinflussen die Bodenhaftung, Seitenwind bringt das Fahrzeug von der Spur ab, ungleicher Reifendruck, abgefahrene Reifen, Bremse zieht ungleich  aber auch zu schnelle Kurvenfahrt durch Einwirkung der Fliehkräfte. Der Gierwinkel ist eine wichtige Messgröße und zeigt die Stärke der Abweichung in einem angenommenen Koordinatensystem um das Fahrzeug an. Ermittelt wird ein Ausbrechen unter Anderem durch die Messung der Raddrehzahlen über das ABS und die Verarbeitung von Daten wie Lenkradeinschlag und  Geschwindigkeit. Durch diese Messergebnisse passt sich das fahrzeugspezifische Stabilitätsprogramm, z.B. ESP, an und kann das Fahrzeug am Ausbrechen hintern.

 

Der Schwimmwinkel (Schräglaufwinkel)  ist ein Maß für die Beherrschbarkeit eines Fahrzeuges. Er gibt an, um welchen Winkel das Rad eingeschlagen werden muss, damit das Fahrzeug gerade aus fährt. Ideal ist 0

 

Untersteuern
Das Rad muss mehr eingeschlagen werden damit das Fahrzeug die gewollte Fahrbewegung ausführt. Die Wirkung des Lenkens wird also verzögert auf die Fahrbahn gebracht, das Fahrzeug „schiebt“ über die Vorderräder nach dem Kurvenäußeren.


Übersteuern
Das Fahrzeugheck fährt einen stärkeren Kurvenradius, als durch die Lenkung vorgegeben ist. Der Lenkradeinschlag ist kleiner als das Fahrzeug tatsächlich fährt. Es ist also die Eigenschaft, eine stärke Kurve zu fahren als dies am Lenkrad eingesteuert wird. Üblicherweise kommt diese Fahrverhalten bei Fahrzeugen mit Heckantrieb oder mit einem klassischen Antrieb (Heckmotor) vor.

 

Wanken/ Kippen
Das Fahrzeug beschreibt in seiner Bewegung einen Drehung um die Längsachse (in der Luft und Seefahrt Rollen genannt).  Das Fahrzeug neigt sich beim Durchfahren einer Kurve durch die Fliehkräfte zum Kurvenäußeren hin. Dabei ist die Stärke der Neigung abhängig vom Fahrzeugschwerpunkt, von der Geschwindigkeit, vom Kurvenradius, der Art und Bauweise des Fahrwerks und von der Fahrzeugmasse incl. Insassen und Zuladung.

 

Zucken
Das Zucken des Fahrzeuges ist eine ungleiche Bewegung des Fahrzeuges auf der Wankachse. Ursachen hierfür sind u.A. ungleich abgefahrene Reifen, ungleiche Fahrbahnwiederstände, der ungeschickte Umgang mit den Fahrpedalen, ungleicher Bremseingriff oder eine ungenügende Übertragung der Antriebsleistung auf die Fahrbahn.

 

Schieben
Das Schieben seitlich zur Fahrbewegung ist eine gleichförmige Einwirkung von Seitenkräften auf das Fahrzeug auf der Fahrzeugquerachse. Es ist ein Indikator für Fahrstabilität und Seitenwindempfindlichkeit und wir maßgeblich durch die Reifen und das Fahrwerk und die Art des Aufbaus bestimmt.

 

Nicken
Die Bewegung des Fahrzeuges um die gedachte Querachse. Diese Bewegung entsteht beim Beschleunigen und Abbremsen des Fahrzeuges und ist Abhängig von der Verzögerungsleistung der Bremsen, vom Beschleunigungsvermögen des Fahrzeugs, der Fahrzeugmasse, dem Schwerpunkt und dem Aufbau des Fahrwerks.

 

Die Nickachse (Querachse) ist die gedachte Körperachse quer zur längsten Abmessung und zur normalen Bewegungsrichtung eines Fahrzeuges. Sie steht rechtwinklig zur Längsachse und zur Hochachse.

 

Die Wankachse (Längsachse)  eines Fahrzeuges ist die gedachte Koordinate durch die längste Abmessung in Bewegungsrichtung. Sie steht rechtwinklig zur Hochachse und zur Querachse.


Die Gierachse (Hochachse oder Vertikalachse) ist die gedachte senkrechte Koordinatenachse um die sich ein Fahrzeug dreht. Sie steht rechtwinklig zur Querachse und zur Längsachse.

 

Flattern
Die wellenförmige Bewegung der Räder im Geradeauslauf um eine gedachte Hochachse durch die Räder. Am Lenkrad wird keine Bewegung ausgeführt, das Flattern kann aber am Lenkrad zu spüren sein. Ursachen können hier sein, Räderunwucht, Reifenschäden, Bremsen ungleich abgefahren bzw. Bremsschlagen oder ausgeschlagene Lenkung und Fahrwerk.

 

Bonanzaeffekt
Schwach oder gering motorisierte Dieselfahrzeuge neigen im Fahrbetrieb zum "Aufschaukeln" des Motos in der Lagerung und damit dem an einen Ritt erinnernden Fahrverhalten. Dabei handelt es sich um einen konstruktiven Schwachpunkt beim Fahrkomfort. Das System ISAD gleicht hierbei zum Beispiel den B-Effekt durch gezielte Drehmomentabgabe aus.