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Schonender Umgang mit neuen Winterreifen hilft Kosten sparen

 

Von "O bis O"- von Oktober bis Ostern - so lautet eine prägnante Merkregel für die empfohlene Verwendung von Winterreifen. In Deutschland besteht seit Dezember 2010 eine "situative Winterreifenpflicht", welche besagt, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen eine geeignete Bereifung aufgezogen werden muss. Mittlerweile rüsten 90 Prozent der Autofahrer ihre Fahrzeuge in der kalten Jahreszeit von Sommer- auf Winterreifen um.


 

Autofahrer, die bei Schnee oder Glatteis mit einem Fahrzeug ohne Winterreifen unterwegs sind, können mit einem Bußgeld von 40 Euro belegt werden - bei einer Behinderung von anderen Verkehrsteilnehmern wird sogar ein Bußgeld von 80 Euro fällig. Noch kostspieliger kann es bei einem Verkehrsunfall werden - dann nämlich, wenn sich die fehlende Winterbereifung als Unfallursache herausstellt. Aus Sicht der Kfz-Versicherer liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor, wenn Autofahrer bei Schnee oder Straßenglätte mit Sommerreifen unterwegs sind, was den Verlust des Kaskoschutzes am eigenen Fahrzeug bedeuten kann. Das Hauptmotiv für den Einsatz von Winterreifen sollte aber vor allem die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer sein. In Deutschland ereignen sich wegen falscher Bereifung immer noch mehrere Tausend Unfälle im Jahr. Verantwortungsbewusste Autofahrer werden sich also rechtzeitig geeignete Winterreifen aufziehen lassen, auch wenn damit zunächst zusätzliche Kosten verbunden sind. Selbst kleinere Blechschäden auf Grund falscher Reifen sind meist deutlich teurer als die Kosten für eine Winterbereifung.

Wenn der neue Winterreifensatz mehr als einen Winter zum Einsatz kommen soll, empfiehlt sich ein möglichst pfleglicher Umgang mit den Winterreifen. Insbesondere durch eine schonende Fahrweise kann die Nutzungsdauer der Reifen deutlich verlängert werden. Während der ersten 100 Kilometer sollten die neuen Winterreifen daher vorsichtig eingefahren werden. Gerade auf den ersten Fahrten bilden die Winterreifen ihren Grip aus, indem Produktionsrückstände abgerieben werden und das Profil langsam angeraut wird. Aber auch nach dieser Einfahrphase zahlt sich eine defensive Fahrweise aus, denn der Reifenverschleiß hängt unmittelbar mit den auf die Straße übertragenden Kräften zusammen, die insbesondere bei starker Beschleunigung oder abrupter Abbremsung des Fahrzeuges extrem ansteigen. Es gilt also: vorausschauendes Fahren und rechtzeitiges Schalten schonen die Reifen und den Geldbeutel. Außer eines defensiven Fahrstils spielt auch der richtige Reifenluftdruck eine wichtige Rolle, um einer schnellen Reifenabnutzung entgegenzuwirken. Ein zu niedriger Luftdruck führt zu einem ungleichmäßigen Abrieb der Laufflächen der Reifen. Wenigstens einmal monatlich sollte der Reifendruck daher überprüft und gemäß den Herstellerempfehlungen angepasst werden.

Wer diese Tipps beachtet, wird nicht nur seine Winterreifen mehr als eine Saison fahren können und somit eine erhebliche Kostenersparnis erzielen, sondern insgesamt sicherer im winterlichen Straßenverkehr unterwegs sein. Nicht zu vergessen bei einer Kostenrechnung ist auch die Verdoppelung der Lebensdauer der Sommerreifen, die im Falle des Einsatzes von Winterreifen von Oktober bis Ostern ja keinerlei Abnutzung unterliegen.

 

 

 

(Gastartikel von http://www.toroleo.de)